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Memetik - Wie unsere Kommunikation geprägt wird

Die zwischenmenschliche Kommunikation wird durch viele Faktoren bestimmt. Neben den eigenen Denkens-und Verhaltensweisen spielen die sogenannten „Meme“ dabei eine überaus wichtige Rolle. Gerade für Kommunikations- und Medienwissenschaftler ist das Thema „Memetik“ ein spannender und komplexer Faktor um die zwischenmenschliche Kommunikation optimaler zu gestalten.

Was bedeutet Memetik?

Der Begriff „Meme“ wurde ursprünglich vom britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins geprägt. Laut Dawkins ist ein Mem, eine replizierbare Informationseinheit wie zum Beispiel eine Melodie, ein Gedanke, eine Meinung, eine Weltanschauung, Trends oder Tags. Es geht also um Informationen die von Mensch zu Mensch weitergegeben werden und dadurch maßgeblich unser kulturelles Zusammenleben formen und regeln. Die Memetik spielt sich nur in unserem Kopf ab, unser Bewusstsein ist somit zusammengesetzt aus mehreren Memen. Die Memetik ist also die Software die uns steuert und mit Hilfe derer wir uns Meinungen bilden, Gefühle zeigen oder mit unserer Umwelt interagieren. Die Hardware ist die Genetik, diese steuert unser Verhalten durch angeborene Reflexe und genetisch bedingte Verhaltensweisen. Wenn uns zum Beispiel kalt ist, stellen sich die Armhaare auf, um die Körperwärme besser isolieren zu können.

Dieser Umstand tritt evolutionsbedingt in Kraft. Schauen wir zum Beispiel einen traurigen Film müssen wir - je nach Prägung – weinen. Dieser Umstand (also das wir die Botschaft des Films „traurig“ finden) hängt von der individuellen Memetik ab. Im Gegensatz zu Genen, lassen sich Meme – gerade im Zeitalter der digitalen Informationsvernetzung – geschlechter- und fruchtbarkeitsunabhängig sehr breit streuen und somit replizieren. Das Bewusstsein hat sich also ein Stück weit von der reinen sterblichen (genetischen) Hülle losgelöst und somit haben die Ideen oder Meme von Menschen die einmalige Chance unsterblich zu werden (solange sie fleissig weiter repliziert werden). Dennoch können die Gene sich auf die Meme auswirken. Denn Meme und Gene interagieren zwangsläufig miteinander. Funktioniert die Hardware (also der Körper mit seinen Genen) nicht optimal wirkt sich dies nachteilig auf die Software (Meme) aus. Wer zum Beispiel krank ist oder einen Gehirnschaden erleidet, kann eben schlechter oder mühsamer denken. Umgekehrt, können sich auch Meme, also bestimmte Denkweisen, auf unsern Körper auswirken. Insbesondere beim berühmten Placebo-Effekt oder psychosomatischen Krankheiten ist dies der Fall.

Wie kann man das Wissen über Memetik anwenden?

Wer das Bewusstsein über Meme und deren Auswirkungen erlangt hat, der kann sein Denken ein Stück weit mehr befreien. Es geht darum Zusammenhänge objektiv (ansatzweise, denn ein Mensch kann niemals objektiv sein) besser analysieren zu können und dadurch die Kommunikation miteinander zu verbessern. Man sollte sich unter anderem folgende Fragen stellen: Warum habe ich das so gesagt? Stehe ich wirklich hinter meiner Aussage? Oder: Warum lässt mich dieses Thema so emotional werden? Hat mein Gegenüber einen anderen Mempool als ich? Ist man sich dessen bewusst, kann man die Interaktion besser gestalten und Gespräche ohne Missverständnis führen. Letztendlich lebt jeder von uns in seiner eigenen Wirklichkeit. Die Memetik kann dazu dienen, nicht nur uns selbst sondern auch unser Gegenüber besser zu verstehen.

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